Kategorie "Entdecken", 24.10.2015 - Stefan Hollmann - This article in English language
Geändert 3.10.2016

Pinguine wo man hinschaut: Die Kolonie in Boulders

Einige Jahre nach unserem letzten Besuch der Pinguinkolonie in Boulders wollten wir einmal sehen, wie es ihnen so geht. Und offenbar geht es ihnen sehr gut; furchtlos spazieren sie zwischen den Menschen die Wege entlang, und manchmal benutzen sie herumliegende Badetücher, wenn man nicht aufpasst…

Afrikanischer Pinguin auf dem Weg zum Strand, Boulders Beach, Kap-Halbinsel, Südafrika

 

Es gibt zwei Strände in Boulders, an denen man Pinguine sehen und erleben kann, den Foxy Beach und den Boulders Beach. Wir bezahlten 60 Rand pro Person für den Eintritt (das ist fast doppelt so viel wie 2010 und wird bald auf 65 Rand steigen - siehe SANParks-Preise) und spazierten hinunter zum Boulders Beach. Hier kann man auch baden und mit etwas Glück mit den Pinguinen schwimmen, während man sie an dem anderen Strand “nur” von Holzstegen aus beobachten kann. Wir wollten gar nicht schwimmen und waren auch gar nicht darauf vorbereitet; wir wollten nur mal schauen, was so am Boulders Beach los war. Boulders Beach ist ein sehr schöner Strand, klein und familiär, aber idyllisch eingerahmt von großen Granitfelsen. Es war überraschend warm an jenem Tag, und der Strand war voller Menschen; Pinguine haben wir nicht gesehen.

Als wir schon wieder gehen wollten, sahen wir plötzlich einen Pinguin den Fussweg vom Eingang herunter kommen, mitten unter den Menschen, die dort gingen. Er kümmerte sich nicht großartig um sie, war nur gerade vorsichtig genug, ihnen nicht zu nahe zu kommen. Er ging gerade einmal 50 Zentimeter an Claudia vorbei, quer über ein Badehandtuch und stürzte sich dann ins Wasser, verfolgt von neugierigen Kindern…

Afrikanischer Pinguin auf dem Weg ins Wasser, Boulders Beach, Kap-Halbinsel, Südafrika

Sie müssen längst daran gewöhnt sein, die Afrikanischen Pinguine (vormals Jackass Pinguine; man hatte sie umbenannt, um sie von den südamerikanischen Artgenossen abzuheben!). 1982 brüteten hier nur zwei Paare, aber die Kolonie wuchs und gedieh; heute leben hier 3000 Exemplare. Grund für die erfreuliche Entwicklung war der Rückgang des kommerziellen Fischfangs in der False Bay, sodass sich die Futterfische der Pinguine erholen konnten. Der Afrikanische Pinguin steht auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere, und so ist diese Kolonie ein schöner Beitrag zum Schutz und Erhalt dieser Spezies.

Kolonie Afrikanischer Pinguine am Foxy Beach, Boulders, Kap-Halbinsel, Südafrika

Afrikanische Pinguine am Foxy Beach, Boulders, Kap-Halbinsel, Südafrika

Afrikanische Pinguine am Foxy Beach, Boulders, Kap-Halbinsel, Südafrika

Afrikanische Pinguine am Foxy Beach, Boulders, Kap-Halbinsel, Südafrika

Afrikanische Pinguine am Foxy Beach, Boulders, Kap-Halbinsel, Südafrika

Ich denke, dafür kann man schon mal 60 Rand spendieren, oder?

 

Habt Ihr die Pinguine auch schon besucht?